20.04.2020

Andreas über die Ausbildung im Haus (Teil 1)

verfasst von Haus ANNA-Team

Andreas Dreischmeier ist 35 Jahre alt, kommt ursprünglich aus Mühlhausen in Thüringen und ist seit Sommer 2018 im Haus ANNA angestellt, wo er aktuell eine Ausbildung zur examinierten Pflegefachkraft absolviert. In unserem zweiteiligen Interview berichtet er von seinem Arbeitsalltag und gewährt einen kleinen Einblick in seine Ausbildung.

 Du wirst bei uns zur examinierten Pflegefachkraft ausgebildet. Warum hast Du Dich für diese Ausbildung entschieden und wie bist Du ins Haus ANNA gekommen?
Ich komme tatsächlich aus einem ganz anderen Bereich und war anfangs in der IT-Branche und anderen Berufsfeldern beschäftigt. Was mir da allerdings immer gefehlt hat, war der Kontakt zu Menschen und die Menschlichkeit im Allgemeinen. Als ich irgendwann als Außendienstmitarbeiter bei den Johannitern für Hausnotrufe und Essen auf Rädern tätig war, habe ich schnell gemerkt, wie erfüllend eine Tätigkeit sein kann, wenn man mit Menschen arbeitet. Für mich war klar, dass ich auch weiterhin eine derart sinnvolle Aufgabe übernehmen will und habe dann im Sommer 2018 ein vierwöchiges Praktikum im Haus absolviert. Nach zwei Wochen wurde ich als Pflegehilfskraft eingestellt und befinde mich jetzt seit Mitte 2019 in der Ausbildung zur Pflegefachkraft.

Du befindest Dich an der Schwelle zum zweiten Ausbildungsjahr: Welche Aufgaben übernimmst Du als Auszubildender?
Die Ausbildung zur examinierten Pflegefachkraft ist sehr vielfältig. Neben der grundlegenden Körperpflege halte ich auch die mentale Verfassung und das Wohlbefinden unserer Bewohner im Blick. Zu meinen Aufgaben gehören unter anderem die Kontrolle der Vitalzeichen – beispielsweise das Messen von Blutdruck und Puls – sowie die Erfassung der Blutzuckerwerte. Dabei wachse ich jedoch auch immer mit meinen Aufgaben und werde in der Ausbildung ständig gefordert, aber auch entsprechend gefördert. Meine Kollegen geben mir hilfreiche Tipps und Tricks an die Hand und setzen alles daran, mir den Inhalt aus den Schulblöcken auch in der Praxis zu vermitteln.

Wie sieht Dein typischer Arbeitsalltag aus?
Unser Tag beginnt immer mit einer Übergabe im Pflegeteam, wo wir uns auf den aktuellen Stand bringen. In der Frühschicht helfe ich dann beispielsweise viel im Essenssaal mit und sorge dafür, dass jeder Bewohner sein Frühstück bekommt und auch auf Einzelwünsche eingegangen werden kann. Darüber hinaus gehören natürlich auch die Grundpflege unserer Bewohner sowie die Begleitung bei Toilettengängen mit zu meinen Aufgaben. Im Spätdienst sorge ich hingegen primär dafür, dass Bewohner gewendet werden, Essen angereicht wird und lege dann mein Hauptaugenmerk darauf, den Gesundheitszustand unserer Bewohner zu beobachten – beispielsweise, um demenzielle Veränderungen im Verlauf des Tages zu erkennen. Das ist auch für den Austausch im Team wieder sehr wichtig und hilfreich.

Schaust Du während der Ausbildung auch mal in andere Bereiche rein?
Die Ausbildung findet primär in der Pflege statt. Aber ich unterstütze auch gerne mal die Kollegen im Sozialen Dienst und betrachte das Team dabei ohnehin immer als einheitlich. Das ist für das Arbeitsklima sehr wichtig und ich schätze meine Kollegen in der Hauswirtschaft, der Küche und im Sozialen Dienst sehr.

Was gefällt Dir an Deiner Ausbildung bisher am besten?
Ich habe das Gefühl, dass ich von der ganzen Einrichtung sehr wohlbehütet aufgefangen worden bin, da hier ein großes Augenmerk auf mein Wohlbefinden gelegt wird: Denn besonders nach Stresssituationen wurde immer geschaut, dass ich vom Stress weggeführt werde. So habe ich bis jetzt eine sehr gute und stressfreie Ausbildung erfahren und denke, dass ich mit dieser Ausbildung in Haus ANNA einen Goldgriff erwischt habe.

 Im zweiten Teil des Interviews, welches Sie hier finden, erzählt Andreas über den Schulunterricht und die allgemeinen Voraussetzungen, die für die Ausbildung erfüllt sein sollen. Außerdem spricht er über seine Pläne und Wünsche für die Zukunft.

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