Im Gespräch mit Bewohnerin Agnes Mainz

verfasst von Haus ANNA-Team

Wir begeben uns frohen Mutes in unser erstes Bewohnerinterview und setzen unsere Blog-Serie „Haus ANNA erzählt…“ mit ganz viel Sonnenschein fort. Heute lässt unsere Bewohnerin Agnes Mainz, die bereits im Kindesalter in der Franzstraße gelebt hat, die Sonne im wahrsten Sinne des Wortes in unser Haus hinein und erlaubt uns, an ihren Impressionen und Erinnerungen teilzuhaben.

„Oh, sind Sie aber schön braun geworden“, stellen wir fest, als wir die 84-Jährige im Wohnzimmer begrüßen. Frau Mainz schmunzelt, denn wie jeder weiß, verbringt sie ihre Zeit liebend gerne im Garten und genießt dort die ersten Sonnenstrahlen des Tages. „Ich liebe die Sonne. Das ist mein Leben“, antwortet sie und lächelt uns fröhlich zu.

Ihren Tagesablauf gestaltet Frau Mainz dabei ganz nach ihrem eigenen Rhythmus: „Ich beteilige mich an allen Aktivitäten, sobald es für mich möglich ist. Nachdem ich zu Mittag gegessen habe, empfange ich nachmittags auch mal den ein oder anderen Besuch. Der Kontakt zu den Bewohnern geht mir dabei sehr leicht von der Hand, wir sitzen oft zusammen am Tisch. Streitigkeiten untereinander gibt es nicht.“

Agnes Mainz liebt ihre Unabhängigkeit und ist froh darüber, auswärts einen kleinen Spaziergang machen zu können, sich mit ihrer Familie auf einen Kaffee zu treffen und sich jeden Samstag die Haare beim Friseur schön zu machen. „Im Grunde geht es mir gut! Wenn es mir schlecht ginge, müsste ich lügen“, erzählt sie zufrieden. Seitdem sie im Haus ANNA wohnt, habe sie nur gute Eindrücke sammeln können: „Alle sind sehr nett und wenn ich was brauche, wird alles gemacht“, fügt Frau Mainz hinzu.

Im Gespräch werden auch Erinnerungen an frühere Zeiten wach: Frau Mainz erzählt, dass sie nach der Schule angefangen hat, in einer Wäscherei zu arbeiten und diese Arbeit sehr gern gemacht hat. Und auch zur Franzstraße – dem Standort des Haus ANNA – hat sie eine ganz besondere Verbindung: „Ich habe schon immer in der Franzstraße gelebt und kann mich noch recht lebendig an den 2. Weltkrieg und an das Karlshaus erinnern, das gegenüber vom Stadttheater gelegen war. Meine Schwester war eine Rote-Kreuz-Schwester und war dementsprechend viel unterwegs. Ich hatte gute Eltern,  ein gutes Zuhause, eine gute Ehe und tolle Geschwister“, ergänzt sie.

Das Leben bietet unendlich viele schöne Momente, die Frau Mainz auch mit uns teilen möchte. Ein emotionaler Moment sei ihr besonders in Erinnerung geblieben, als sie ihren Ehemann im Karnevalsverein kennenlernte. „Wenn jeder so ein Leben hätte wie ich! Ich habe mit meinem Ehemann viel erlebt und Reisen nach Spanien und auch nach Amsterdam unternommen, wo ich Familie habe. Darüber hinaus freue ich mich immer wieder darauf, mit meinen Geschwistern etwas unternehmen zu können. Wir haben schon immer zusammengehalten und uns gegenseitig unterstützt“, fasst Frau Mainz zusammen. Dabei habe vor allem auch die gute Beziehung zu den Kindern ihrer Geschwister dafür gesorgt, dass es Zuhause nie langweilig wurde.

Als wir Frau Mainz zum Abschluss des Gesprächs noch danach fragen, wie sie persönlich die Corona-Krise wahrnimmt, bestätigt sich einmal mehr ihre ausgeglichene Art voller Lebensmut: „Ich lebe jetzt mein Leben so wie es ist, aber ich forsche nicht nach. Ich lebe im Jetzt und was kommt, das kommt.“

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