Im Gespräch mit Mitarbeiterin Angelika Bodden

verfasst von Haus ANNA-Team

Unsere Blog-Serie „Haus ANNA erzählt…“ stellt die Menschen hinter Haus ANNA vor und lässt Mitarbeiter sowie Bewohner zu Wort kommen, die einen besonderen Platz für ihre Lebensgeschichte erhalten. Heute erzählen wir von unserer Mitarbeiterin Angelika Bodden, die sich seit August 2019 mit ganz viel Herz im Bundesfreiwilligendienst engagierte, später in Vollzeit gewechselt ist und Erfahrungen in allen Bereichen mitbringt. Im Interview erfahren wir ereignisreiches über die unterschiedlichsten Stationen ihres Lebens. 

Angelika Bodden hält mehrere Telefone in der Hand, als wir sie draußen im Garten treffen. Gelegentlich klingelt es auch, während wir bei stürmischem Wetter das Interview führen. Da der Soziale Dienst heute nicht im Haus ist, hat sie heute die Aufgabe, die Besuchstermine mit den Angehörigen auszumachen. „Ich habe mit 53 Jahren als Bufdi angefangen, was für mein Alter sicherlich ungewöhnlich ist. Unabhängig davon, in welchem Alter man sich befindet, erhält man hier die Möglichkeit, sich zu beweisen, an Seminaren teilzunehmen und in den Job einzusteigen“, berichtet uns Frau Bodden, die uns mit ihrer kontaktfreudigen Art ein schönes Gespräch eröffnet. 

So gestaltet sich ihr Werdegang als äußerst abenteuerlich: Nach einem Praktikum in der Sparkasse hatte sie zunächst das Ziel, in Frankfurt als Brokerin durchzustarten. Aber weit gefehlt, als das erste Kind schon im Anmarsch war! „Ab dann habe ich praktisch in jedem Bereich gearbeitet, beispielsweise im Verkauf, bei der WABE, im Möbellager, in der Bäckerei oder im Blumengeschäft, habe vier weitere Kinder bekommen und zwei Ausbildungen abgeschlossen: Eine Ausbildung zur Einzelhandelskauffrau und eine weitere als Fachkraft für Schutz und Sicherheit.“ 

Aufregend. Abwechslungsreich. Befriedigend. So würde Frau Bodden ihren Job in drei Worten beschreiben. Als wir sie nach ihrem typischen Arbeitsalltag fragen, muss sie lächeln und antwortet: „Es gibt keinen typischen Arbeitsalltag! Die einzige Konstante, die ich nennen kann, ist der Dienst im Wintergarten, aber an sich ist jeder Tag unterschiedlich und wird anders gestaltet, sei es der Hausmeister- oder der Sozialdienst, den ich übernehme, oder die Besorgungen, die ich mache. Ich hole auch mal Rezepte ab und bringe die Bewohner zum Arzt. Mein Job ist zwar stressig, aber sehr abwechslungsreich, weil ich eigenständig arbeiten kann und verschiedene Sachen machen kann. Darüber hinaus finde ich es schön, dass die einzelnen Bereiche zusammenhalten und sich keiner für etwas Besseres hält.“  

Die Corona-Zeit, die Angelika Bodden als belastend empfindet, sei schon fast zur Normalität, leider schon zur Selbstverständlichkeit geworden. „Aber Zuhause ist es ok“, fügt sie hinzu. „Erschreckend waren die Hamsterkäufe und die Tatsache, dass meine Enkelkinder zu Beginn keine Kindergartenmöglichkeit mehr hatten und isoliert waren.“ 

Auf die Frage, wie Haus ANNA ihr geholfen hat, sich persönlich weiterzuentwickeln, überlegt und schmunzelt sie: „Ich denke, in meinem Alter hat man sich ja schon in einer gewissen Art und Weise entwickelt (lacht). Aber ich glaube schon, dass jede Begegnung zur Entwicklung beiträgt und man in jedem Alter etwas mitnehmen kann. Und es ist schön, wenn ich den Bewohnern mit einem Satz ein Lächeln entlocken und mit Musik eine Freude machen kann“, fügt sie hinzu. 

Für die Zukunft wünscht sich Angelika Bodden, dass ihre Gesundheit über ihr Renteneintrittsalter hinaus erhalten bleibt und sie noch viele Fortbildungen machen kann. 

 

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